Testbericht Plustek PS286 Plus


 

 

Leichtgewicht und einfache Bedienung

 

Erster Eindruck

Der Plustek PS286 Plus kam in einem schlichten, stabilen Karton. Nach dem Öffnen guckte uns als erstes (unerwartet) eine Transporttasche an, die dem Gerät immer beiliegt. Alles war ordentlich verstaut und schnell und einfach ausgepackt.

Das im ersten Moment einzige ersichtliche Anbauteil war der Papierauswurf. Dieser war nach etwas Fummelarbeit auch schnell angebaut. Fummelarbeit deswegen, weil die Passmaße der Steckverbindung auf der einen Seite etwas sehr eng waren und hineingedrückt werden mussten.

 

 

Zum restlichen Lieferzubehör gehörten neben der bereits erwähnten Tasche ein USB-Kabel, ein einteiliges Netzteil, diverse Anleitungen und Schriftstücke, 2 CD´s mit Software und Treibern (einmal für Windows und einmal für MAC), sowie ein großer Umschlag mit einer Vorlage zum Scannen von DIN-A3-Dokumenten und einem Kalibrierungsblatt.

Die Tasche habe ich gleich mal ausprobiert - das Gerät passt super rein und auf der linken und rechten Seite gibt es noch kleine Fächer mit Reisverschlüssen, in welche das USB-Kabel und das Netzteil verstaut werden können - ziemlich cool, wenn man öfter mit seinem Gerät unterwegs ist oder es aber auch einfach zuhause/im Büro "aufgeräumt" verstauen möchte.

Insgesamt machte alles einen ordentlichen und soliden Eindruck.

 

 

Installation

Beim Aufbau gab es keine Besonderheiten - Scanner aufgestellt und aufgeklappt, Netzteil angeschlossen, USB-Kabel mit Scanner und PC verbunden - fertig.

Nach dem Einlegen der Software-/Treiber-CD startet die Installationsroutine. Mit Auswahl der Standardinstallation werden alle erforderlichen Programme installiert und es gibt nichts weiter zu beachten. Wichtig: Aktuell ist eine vollständige Installation nur über die CD möglich. Wer also kein CD-Laufwerk hat, hat an dieser Stelle leider ein Problem. Wer hingegen keine OCR (für durchsuchbare PDFs) benötigt, der findet die Treiber auch HIER im Unterpunkt "Downloads".

Kurz vor Ende der Installation werden Sie aufgefordert das Gerät zu Kalibrieren. Sie müssen diesen Schritt nicht durchführen, würde ich aber empfehlen, um einen optimalen Weißabgleich zu erhalten. Sie schieben also einfach, wie auch im Dialogfenster beschrieben, die Kalibrierungsseite (liegt im Umschlag mit dem A3-Bogen) in den Scanner und starten die Kalibrierung. Das dauert nur ein paar Sekunden.

Im nächsten Schritt ist die Installation abgeschlossen und der PC startet einmal neu.

 

Scannen

Nachdem der PC wieder hochgefahren war, ging es auch gleich direkt los - ein Dokument in den Scanner eingelegt und auf "Scan" gedrückt. Der PS286 Plus reagiert sofort und zieht das Dokument ein. Wie jetzt genau gescannt wird, ist im ersten Moment zwar nicht ersichtlich, aber es wird gescannt. Das Dokument wurde sauber und mit einer moderaten Geschwindigkeit (auf dem Karton stand "25 ppm", also "25 Seiten pro Minute") eingezogen. Soweit so gut.

Und dann passierte erstmal ... nichts. Auf dem Desktop befand sich nach der Installation eine neue Verknüpfung "ScanDoc". Öffnet man diese, öffnet sich der Scanordner, in welchen mit den Standardprofilen hineingescannt wird. Wir fanden dort also unseren Scan, öffneten ihn (Profil 1 scannt im .jpeg-Format in Graustufen) und waren etwas überrascht - über die auf den ersten Blick sehr gute Scanqualität. Plustek scheint hier die Scans in den Standardprofilen gleich aufzubereiten, das heißt den Hintergrund sehr weiß und die Schrift sehr schwarz zu machen. Jetzt könnte man meinen das würde das Ergebnis verfälschen - tut es meiner Meinung nach nicht.

Da ich ein Fan von PDFs bin und zum besseren Vergleich immer mit den selben Bedingungen scannen möchte, haben wir über Plustek DocAction das zweite Profil etwas umkonfiguriert: durchsuchbare PDF (OCR), 300 dpi, automatische Farberkennung, Duplex, automatische Leerseitenentfernung und automatisches Ausrichten.
Das Ergebnis war leider etwas ernüchternd. Die Scangeschwindigkeit nimmt deutlich ab und liegt dann bei ca. 10 Seiten pro Minute. Dies liegt in erster Linie an der automatischen Farbkernnung und dürfte auf die bereits etwas in die Jahre gekommene Hardware zurückzuführen sein.
Für die weiteren Tests haben wir unser Profil auf Graustufen umgestellt.

Die Scanqualität war aber auch bei den durchsuchbaren PDF-Dokumenten wieder sehr gut. Ebenfalls die OCR, die im Übrigen nach dem eigentlichen Scan vom mitgelieferten ABBYY-FineReader-Sprint automatisch erzeugt und in das PDF integriert wird.

Auch beim Scannen vieler Seiten (50 Seiten passen gleichzeitig in die Zufuhr) und beim Stapelscan mit verschiedensten Formaten (A4 dünn, dick, Thermopapier, A5-Flyer, Visitenkarten) macht der Plustek PS286 Plus eine wirklich gute Figur. Wir hatten in unserem gesamten Test keinen Papierstau.

Beim Scannen einzelner Seiten ist uns aufgefallen, dass die Papierführung im wahrsten Sinne des Wortes etwas dünn angebracht ist. Es können sehr weit oben am Einzug jeweils links und rechts zwei "Nasen" ausgeklappt werden, welche das Papier führen sollen. Das klappte manchmal nicht so gut, weshalb Plustek dem Gerät zwei optionale weitere Führungselemente beigelegt hat. Diese können, nachdem man das Gerät aufgeklappt hat, weiter unten angesteckt werden und führen das Papier deutlich besser. Diese sind auch verstellbar, weshalb auch kleinere Formate wie Visitenkarten etc. gut geführt und damit gerade eingezogen werden.

 

Funktionen am Gerät

Auf der Oberseite findet sich ein sehr überschaubares Bedienfeld wieder. Ein Zifferndisplay zur Anzeige des ausgewählten Scanprofils, jeweils eine Auf- und Ab- Taste zur Auswahl des Profils und die Scan-Taste zum Start den Scanvorganges mit dem gewählten Profil. Links daneben ist ein Aufkleber angebracht, auf welchem die Funktionen der Scanprofile (9 Stück insgesamt) notiert werden können. Das ist ganz nützlich, da man ansonsten unter Umständen häufig  in DocAction nachschauen muss, wie das jeweilige Profil konfiguriert ist.
Ganz rechts findet sich noch eine Status-LED, die den Betrieb bzw. Standbymodus anzeigen kann.

 

 

 

Ein Blick in das Gerät

Im Innern finden wir in der Klappe das ADF-Pad, zu welchem übrigens ein Ersatzpad im Lieferumfang enthalten ist (kann super schnell über das zusammendrücken zweier "Nasen" getauscht werden). Gegenüberliegend sehen wir zentral die Einzugsrollen für den Papiereinzug und die Separierung. Weiter unten befinden sich die beiden CIS-Fotoelemente. Einen Ultraschallsensor suchen wir vergeblich: Eine Mehrfacheinzugerkennung unterstützt der PS286 Plus also nicht.
Was uns bereits beim Auspacken, aber auch beim näheren Betrachten immer wieder auffällt, ist das sehr geringe Gewicht des Scanners.

 

Platz und Transport

Mit der mitgelieferten Transporttasche, in die auch noch das gesamte nötige Zubehör passt und das sehr leichte Gewicht hat Plustek den PS286 Plus zu einem Gerät gemacht, welches sich in der Nische zwischen mobilen Scannern und klassischen Arbeitsplatzscannern bewegt. Etwas schade ist hier nur, dass die optimierte Papierführung noch extra angesteckt werden muss. Die beiden Kunststoffteile kann man aber auch vor dem Zuklappen in die Papierzufuhr des Geräts hineinlegen und muss sie nicht extra irgendwo verstauen - das macht das Ganze ziemlich verkraftbar.

Auf dem Schreibtisch nimmt der Scanner nicht sehr viel Platz ein. Selbst wenn er vollständig ausgeklappt ist, wird durch die eher steile und schmale Bauform Platz gewonnen. Zusammengeklappt kann man das Gerät schnell wegschieben oder ganz wegpacken.

 

Fazit

Für alle, die einen Dokumentenscanner benötigen, der wirklich qualitativ hochwertige Scans hervorbringt, nicht viel Platz auf dem Tisch einnimmt und regelmäßig mitreisen soll, für den ist der Plustek PS286 Plus genau das Richtige, denn gerade die sehr gute ABBYY-OCR und die Top-Aufbereitung der Bilder sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit!

Die schnelle und einfache Einrichtung und Bedienung machen den Scanner auch für private Einsatzzwecke zu einer guten Wahl.

Lediglich wer viel und täglich Dokumente in Farbe scannen möchte, der sollte sich lieber bei etwas aktuelleren Modellen umschauen - das dauert einfach zu lange.

 

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4 Kommentare

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