Testbericht Avision PaperAir 215

Einfacher geht´s nicht.

 

Erster Eindruck

Der Avision PaperAir 215 kam, wie von Avision gewöhnt, in einem gut sortierten, nicht vollgequetschten Karton. Der gut mit Fixierklebestreifen und weichem Styropor verpackte Scanner mit dem übersichtlichen Zubehör war schnell ausgepackt.

Wir fanden eine Kurzanleitung, eine CD, ein einteiliges Netzteil mit zwei Adaptern (EU und USA), ein USB auf Micro-USB-Kabel, ein Anbauteil aus Kunststoff, sowie natürlich den Scanner an sich vor.

Beim auf- und zuklappen, Papierschacht ein- und ausfahren und entdecken einer weiteren Klappe an der Front, die nicht für den Papierauswurf gedacht sein konnte (da viel zu kurz), hatten wir gleich ein gewohnt solides Gefühl. Kein Knacken oder Klappern, kein Gefühl schnell etwas kaputt machen zu können. Sehr gut.

Das oben erwähnte „Anbauteil aus Kunststoff“ entpuppte sich später übrigens noch als ganz hilfreich. Hierauf wird in der Kurzanleitung leider nicht eingegangen, da das Teil nicht unbedingt notwendig ist – dazu gleich mehr.

 

Installation

Als nächstes schnappten wir uns die Kurzanleitung und wollten das Gerät ausprobieren.
Also den PaperAir 215 per Netzteil mit Strom versorgt und per USB-Kabel an den Laptop angeschlossen. Die mitgelieferte CD haben wir nicht benutzt, sondern die Software inkl. Treibern auf der Seite von Avision heruntergeladen. (Gibt es übrigens HIER unter dem Punkt „Download“)
Von da an ging es mit der Installation weiter, wie in der Kurzanleitung beschrieben – ohne Probleme und mit wenigen Klicks.

Die am Ende der Installation angebotene W-Lan-Einbindung haben wir im ersten Moment übersprungen. Dies ist aber auch später noch möglich und bietet dann noch zahlreiche weitere Features.

Nach der Installation zeigte der Scanner gleich ein PaperAir-Symbol in seinem kleinen S/W-LCD-Display an und auf dem Computer öffnete sich die PaperAir-Software.

 

Scannen

Also haben wir den Einzugschacht herausgezogen und aufgeklappt, eine Seite eingelegt und in PaperAir auf „Scannen“ geklickt. Das Dokument wurde sauber und gerade eingezogen und landete dann anschließend auf dem Tisch. Auch mit unserem nächsten Scan mit 5 Seiten lief alles problemlos. Nicht im schnellsten Tempo, aber für die Größe des Gerätes doch schon ganz ordentlich. Die Scanqualität war im Übrigen auch recht gut. Nachdem das Dokument fertig gescannt ist, wird es ohne weiteres zu tun von PaperAir sofort noch optimiert: Das heißt es werden Schatten an den Rändern entfernt und der Kontrast wird dem Dokument etwas angepasst.

Da dies unser erstes PaperAir-Gerät war, waren wir um so mehr überrascht, dass auch die Volltextsuche nahezu unmittelbar nach dem Scan sofort funktionierte und unser zuvor gescanntes Dokument nach kurzer Eingabe eines im Text enthaltenen Begriffes als Ergebnis anzeigte.

Wir haben das PaperAir-Tool, was im ersten Moment etwas sehr einfach gestrickt wirkt (es aber gar nicht unbedingt ist), in einem separaten Test nochmal ausführlich behandelt.

Fakt war an dieser Stelle erstmal: Innerhalb weniger Minuten war das Gerät aufgebaut, installiert, wir haben mit einem akzeptablen Ergebnis gescannt und unser Dokument sogar per Volltextsuche wiedergefunden.

Jetzt war ich noch neugierig auf die bereits erwähnte Klappe auf der Vorderseite. Da auf dieser ein Pfeil in Richtung des Scanners zeigte, konnte es sich also nicht um einen Auswurfschacht handeln. Also einfach mal ein Stück Papier reingesteckt und „happ“ – wurde es auch gleich festgehalten. Also nochmal auf „Scannen“ gedrückt und siehe da, das Dokument wurde eingezogen – an der Vorderseite(!) – und kam nicht oben wieder raus, sondern auf der Rückseite.
Der PaperAir 215 bietet einem also eine noch kompaktere Variante des Scannens an. Hierzu muss nicht einmal die Papierzufuhr auf der Oberseite aufgeklappt sein. Das heißt für Leute, die wirklich wenige Platz auf ihrem Schreibtisch haben ist das mal eine wirklich nützliche Sache. Auch Visitenkarten und dünne Plastikkarten werden eingezogen und mit demselben Tempo gescannt. Was hier natürlich nicht funktioniert ist das Scannen mehrere Seiten, da das Dokument nicht hinten wieder ausgeworfen wird, sondern nach einem kompletten Durchzug wieder nach vorne befördert und ausgeworfen wird.

 

Funktionen am Gerät

Über die mitinstallierte Software haben wir nun gescannt. Am Gerät selber finden wir 6 Buttons und eine mittelgroße LCD-Anzeige – „Simplex“, „Duplex“, „W-LAN-Symbol“, „Power-Symbol“, „Simplex“, „Duplex“. Auf der Rückseite gibt es zudem einen „Reset-Knopf“ und eine „WPS-Taste“ zur einfachen Einbindung ins W-LAN.

Bis auf den Power-Button und das W-LAN-Symbol waren alle Tasten erstmal außer Funktion. Nach kurzem Nachschlagen entdeckten wir, dass diese mit einem Rechtsklick auf das Tray-Icon mit der Option „Direkter Scan“ aktiviert werden können. Etwas umständlich zu finden, aber machbar.

Über diverse, konfigurierbare Scanprofile (siehe Testbericht Avision PaperAir) kann dann der Scan auch über das Gerät gestartet und nach Belieben weiterverarbeitet werden.

 

Lautstärke

Beim Scannen von nur einer Seite hört sich der PaperAir 215 etwas piepsig an. Dies stört nicht weiter, wenn man sich etwas daran gewöhnt hat und ist auch in dieser kompakten Klasse normal.

Beim Einziehen von Stapeln gibt es aber nach jedem Dokument ein „Klacken“. Wir dachten erst, dass wir etwas bei unserem Auf- und zuklappen gelockert hätten, dem war aber nicht so. Der Trennvorgang der einzelnen Seiten ist einfach etwas hart, da das Papier sehr steil im Gerät drinstehen.

 

Ein Blick in das Gerät

Auch der PaperAir 215 hat einen versenkten Hebel zum Öffnen der Klappe. Darin sehen wir die einzelne Einzugsrolle mit dem gegenüberliegenden ADF-Pad (sorgt für den Anpressdrucks des Papiers auf der Rolle). Darunter ebenfalls jeweils im Deckel und im Gehäuse eine CIS-Fotoleiste (LED-Technik). Weiter unten, unterhalb der Rolle sehen wir den Ultraschallsensor für die Doppelblatteinzugserkennung.
Die Einzugsrolle und das ADF-Pad haben wir testweise einmal kurz ausgebaut und festgestellt, dass dies auch hier sehr einfach ist. Vor der Rolle wird eine kleine Klapper heruntergeklappt und schon kann die Rolle mit einer kurzen Bewegung nach links herausgenommen werden. Das ADF-Pad wird einfach über das Zusammendrücken zweier Kunststofffedern herausgezogen. Das schafft jeder.

 

Platz und Transport

Hier kann das Gerät ganz klar punkten.
Zum Einen braucht das Gerät (vor Allem im zugeklappten Scanmodus) nur sehr wenig Platz, zum Andern gibt es keine notwendigen separaten Anbauteile.
Wenn der Scanner mal mitgenommen werden muss, sollte man diesen eigentlich in jeden Rucksack oder Aktentasche bekommen. Das Netzteil ist zum Glück einteilig und nicht zu lang. Selbiges gilt für das USB-Kabel.

 

Fazit

Wer zuhause oder in einem kleinen Unternehmen seine Unterlagen digitalisieren möchte und zudem noch kein Dokumentenmanagementsystem hat oder separat anschaffen möchte, für den ist der Avision PaperAir 215 genau das Richtige.

Trotz keinem allzu hohen Preis, der sehr kompakten Bauweise und einer super einfachen Bedienung erfüllt das Gerät eigentlich alle Erwartungen und Ansprüche. Die PaperAir-Software dürfte gerne noch etwas einladender aussehen und die komplexeren Funktionen dürften gerne etwas einfacher aufzufinden sein. Aber das ist sicherlich auch Geschmackssache. Für einen Einsteiger in das Thema ist die totale Einfachheit sicherlich der bessere Weg. Wer sich dann an das Gerät gewöhnt hat, hat später immer noch die Möglichkeit über die Option „Direkter Scan“ weitergehende Einstellungen vorzunehmen.

Seit Januar 2020 gibt es, für die Profis unter euch, übrigens auch TWAIN-Treiber für das Gerät, sodass auch eine Software eines Drittanbieters den Scanner ansprechen kann.

 

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2 Kommentare

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